Wer wählt "das Gesicht" vom Plakat?

Tut Plakat wirklich Not?

Die Ortsvorsteherkandidaten sind in Finthen bekannt wie bunte Hunde. Plakate, um deren Bekanntheit zu fördern, braucht es hier wohl wirklich nicht. Oder wählt man wirklich nach Gesicht, statt nach Inhalt?

Vielleicht sollten im Zuge dieser Diskussion mal die Damen und Herren der Stadtratsliste in Finthen vorstellig werden und Flagge zeigen, statt nur doof von irgendwelchen Plakaten zu blicken.

Da hatten die Genossen aus Finthen mal wirklich eine innovative Idee. Verzicht auf Wahlplakate (außer Veranstaltungsplakate), bzw. eine Maximalzahl an Plakaten damit der Stadtteil nicht zur Wahl "verschandelt" wird.

 

Eigentlich hätte man diesen Vorstoß der Partei Bündnis 90 / Die Grünen zugetraut. "Keine Bäume für Wahlplakate verschwenden!" Hätte der Slogan sein können, doch siehe da, die Grünen waren auch gegen den Vorschlag der Finther SPD! Aber einen Tunnel für die Umgehungsstraße von Finthen fordern.

 

Die CDU Finthen steht der innovativen Plakatlösung ebenfalls im Weg. Doch ich bin mir sicher, die Beschwerden der Wählerschaft aus der Landwirtschaft werden wieder kommen -wie bei jeder Wahl- wenn die zertrümmerten Plakate in der Gemarkung auf den Feldern liegen oder die Plakatmaler mal wieder kreativ waren und Finthen auf den Verkehrsachsen wieder aussieht wie der Times Square in New York.
Auch die FDP hat sich nicht für den Vorschlag erwärmen können. Bin mal gespannt ob es am Ende des Wahlkampfes wieder Gejammer wegen der Kosten gibt.

 

Ist heute, in Zeiten von Social Media und Internet, denn wirklich jeder noch der Auffassung die Menschen wählen das "Plakatgesicht"?
Zählen nicht vielmehr Standpunkte, Visionen und Überzeugungen?

 

Welche Gesichter wären denn auf den Plakaten zu sehen? Bleiben wir mal bei den Ortsvorsteherkandidatinnen und Kandidaten:

 

Uta Schmitt für die CDU.

Wer in Finthen kennt Uta nicht? Aktuell ist Sie mindestens einmal täglich in meiner Timeline auf Facebook zu sehen! Wozu also noch ein Plakattsunami? Uta ist bekannt in Finthen wie keine andere Kandidatin (und backt in der Runde auch die leckersten Kuchen!).

 

Volker Hans für die FDP.

Auch Volker ist in Finthen bekannt wie ein "bunter Hund". Er besticht durch seine Offenheit und arbeitet immer hart an der Sache, wenn es um Finthen geht. Wenn man mit Ihm durch Finthen läuft braucht man fast doppelt so lange wie sonst, da jeder Ihn kennt und noch ein kurzer "Plausch" gehalten wird. Auch hier braucht es, nach meiner Auffassung, kein DIN A 0 Plakat an jeder Ecke, um Ihn bekannt zu machen, denn das ist er schon.

 

Sonja Haug für die Grünen.

Auch Sonja sitzt bereits im Ortsbeirat und ist in Finthen eine bekannte Persönlichkeit! Ihr Geigenspiel ist über die Grenzen von Finthen bekannt.

 

Jürgen Sauer für die ÖDP.

Wer Jürgen nicht kennt, ist nie durch Finthen oder den Layenhof gelaufen! Jürgens Wiedererkennungsfaktor ist seine Haarpracht. Wer Ihn einmal gesehen hat wird Ihn nie vergessen! Auch hier sind Plakate überflüssig.

 

Manfred Mahle für die SPD.

Manfred ist der Mann von Finthen! Ob bei der VFL Fontana Finthen oder sonst wo, Manfred ist omnipräsent. Er hat sein Ohr immer bei den Finthern und kämpft für unser schönes Finthen. Auch hier sehe ich in großflächigen Plakataktionen -wie er auch- keinen Nutzen, um die Bekanntheit zu steigern.

 

Also, keiner der genannten Ortsvorsteherkandidaten braucht wirklich ein Plakat, um bekannt zu werden!

Für die Damen und Herren der Stadtratsliste gilt dies sicher nicht für den ein oder anderen, aber diese sollten besser mal in Finthen vorstellig werden, statt sich auf Plakaten zu präsentieren!

 

https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/stadtteile-mainz/finthen/finther-spd-bedauert-wahlplakat-entscheid_19984925

 



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