Sertoriusring & Römerquelle was die Anderen vorhaben...

Die AFD will das

Was manche so unter politischem Handeln und politischer Arbeit verstehen ist schon bemerkenswert! Eines darf man dabei aber nicht vergessen es geht bei politischem Engagement um all diejenigen Tätigkeiten, Gegenstände und Fragestellungen, die das Gemeinwesen – und das hieß zu dieser Zeit im antiken Griechenland: die Polis – betrafen!

Sertoriusring/Römerquelle
Die AFD will das "Ghetto" mit der Staatsmacht putzen und die ÖDP mit der Hand!
 
Eins vorweg: Ich habe nicht das Wort Ghetto für Sertoriusring und Römerquelle ins Spiel gebracht! Es hat mich und uns viel Kraft, Zeit und Arbeit gekostet, dieses Wort für unser Quartier aus den Köpfen zu beseitigen und ich würde es nie einem anderen Teil von Finthen andichten! (Die schon!)
Glaubt Ihr wirklich daran, dass höhere Strafen, konsequentere Verfolgung, Videoüberwachung und Platzverweise die Situation nachhaltig verbessern?
Einzig die schnelle Schadensbeseitigung erscheint mir ein guter Ansatz zu sein.
Ansonsten ist der "Ansprechpartner für Finthen" ein Gonsenheimer, ein Schoko. Braucht Finthen sowas? Also mein Finthen nicht.
Zur Aktion der ÖDP am 20.10.2018 (die ich mir definitiv anschauen werde): Es ist grundsätzlich eine großartige Sache das Quartier, in dem man wohnt, auch sauber zu halten. Ob der auf dem Sertoriusring wohnende Initiator am alljährlichen Dreck- weg- Tag der Stadt Mainz teilgenommen hat, kann euch nicht sagen, denn an dem Tag war ich in unserem Quartier damit beschäftigt den Müll aus der Gemarkung zu sammeln. Doch in wieweit ist das nachhaltig, oder Politik?
Jeder, der mit offenen Augen durch unser Finthen geht, sieht und weiß von den Problemen schon länger. Immer wurde es abgetan mit "das regelt sich schon wieder von selbst" oder "ist doch gar nicht so schlimm!". Nun muss man aber auch sehen, dass es schlimm geworden ist und darauf angemessen reagieren. Doch hier ist nicht die geballte Staatsmacht gefragt oder eine einmalige "Putzaktion", hier muss mit Sachverstand und sozialer Kompetenz und bestimmt auch mit Strafe daran gearbeitet werden, dass das Quartier wieder zur alten Stärke und Gemeinschaft findet.
Das kann aber weder die Polizei noch die Politik alleine schaffen! Hierzu bedarf es einer Sach- und Fachkompetenz wie beispielsweise von einem Quartiersmanager, Streetworkern, Sozialarbeitern und natürlich auch Zivilcourage.
Die Aufgabe der Politik ist es, dies zu erkennen und umzusetzen.
Der Ausdruck Politik wurde, mit Umwegen über das Lateinische (politica, politicus), aus dem altgriechischen Πολιτικά (politiká) gebildet. Dieses Wort bezeichnete in den Stadtstaaten des antiken Griechenlands alle diejenigen Tätigkeiten, Gegenstände und Fragestellungen, die das Gemeinwesen – und das hieß zu dieser Zeit: die Polis – betrafen. Entsprechend ist die wörtliche Übersetzung von politiká anzugeben- als "Dinge, die die Stadt betreffen" bzw. die "politischen Dinge".
Ich finde, der Weg der übrigen Ortsbeiratsfraktionen ist schon ganz gut. Sehen und verstehen was los ist, Möglichkeiten der Reaktion auf die Veränderung finden und diese dann auch konsequent umsetzen.



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