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Sicherheit, Sauberkeit und Straße: Aufgabenstellungen der Römerquelle

21.01.2019: Der Mainzer OB Michael Ebling, Sozialdezernenten Dr. Eckart Lensch, sowie Mitgliedern und Kandidaten der SPD Stadtratsfraktion waren auf der Römerquelle. Eine gut besuchte Veranstaltung, bei der es um die Themen Sicherheit, Sauberkeit und Straße auf der Römerquelle / dem Sartoriusring ging.

Am 21.01.2019 war unser Mainzer OB Michael Ebling, Sozialdezernenten Dr. Eckart Lensch zusammen mit Mitgliedern und Kandidaten der SPD Stadtratsfraktion auf der Römerquelle.

 

Die Veranstaltung war gut besucht und das Auditorium hatte viele Vorschläge, die es nun zu bewerten gilt.

Sicherheit, Sauberkeit und Straße sind die großen Themen auf der Römerquelle / dem Sertoriusring.

In Ergänzung meines Statements "Sertoriusring & Römerquelle was die Anderen vorhaben..." Sehe ich nun folgende Handlungsfelder für das Quartier in dem etwa 5.000 Finther wohnen

 

  • Sicherheit

Sicherheit ist ein Gefühl, ist dies in einem Quartier auch nur bei Einzelnen nicht mehr gegeben muss hier gehandelt werden. Hierbei ist aber nicht einzig die geballte Staats- und Ordnungsmacht gefragt. Repressiv sind die Ordnungskräfte hier sicherlich gefordert, doch die jüngste Entwicklung im Quartier hat auch gezeigt, dass ein alleiniger Einsatz nur repressiver Kräfte schnell dazu führen kann, dass man Angst vor der Staatsmacht auch bei unbeteiligten schürt. Um ein Sicherheitsgefühl im Quartier zu erzeugen ist es unumgänglich repressiv wie auch präventiv tätig zu werden. Sicherheit ist nun mal ein Gefühl und das kann man nicht mit Härte erzeugen. Die im betroffenen Quartier aktive Jugendgruppe besteht, so die Aussage der Bewohner, schon in der zweiten Generation und ist somit ungewollt zum Teil des Wohngebietes geworden. Auch sind wohl nicht alle Mitglieder der Gruppe aus dem Quartier. Das Quartier wurde zum Treffpunkt, da man hier gesehen wird und, bis dato, nur mit geringem Widerstand rechnen musste. Eine Anwohnerin berichtete, dass die Treffen bis tief in die Nacht gehen, begleitet von lautstarken Unterhaltungen und Pöbeleien, so dass an Schlaf nicht zu denken ist. Hier ist definitiv die Staatsmacht gefragt um für Nachtruhe zu sorgen und da darf es auch keinen Unterschied machen ob der Treffpunkt sich auf städtischem oder privaten (WEG) Gelände befindet. Begleitend dazu muss im Wege der Sozialarbeit bspw. durch Streetworker auf die Gruppe eingewirkt werden. So könnte beispielsweise mit der Gruppe ein Treffpunkt gefunden werden an dem sie "gesehen wird" aber die Anwohner nicht bei der Nachtruhe stört. Hier könnte auch die von weiteren Jugendgruppen gewünschte "Chill Zone" mitentwickelt werden. Dies alles geht aber nur zusammen mit den Jugendlichen und den Bewohnern!

 

  • Sauberkeit

Das Thema Sauberkeit ist so alt wie die Zivilisation. In unserer Studenten-WG war es auch ein Dauerbrennpunkt bezogen auf Küche und Bad. So wie in vielen Quartieren, nicht nur in unserem schönen Mainz, ist mangelnde Sauberkeit ein Zeichen dafür, dass sich die Bewohner nicht mehr so richtig mit ihrem Quartier identifizieren können. Ein probates Mittel dieser Situation entgegen zu wirken ist zunächst eine Veränderung herbei zu führen, beispielsweise durch das Aufstellen von mehr Papierkörben an den Plätzen und Wegen, welche dann selbstverständlich auch regelmäßig und nach Bedarf geleert werden müssen. Als ich nach der Veranstaltung zurück zu meinem Auto gelaufen bin kam ich an 2 übervollen Abfalleimern vorbei, dies zeigt, dass hier Handlungsbedarf besteht. Das ist Aufwand, ohne Frage. Im Zuge der Installation sollte auch eine "Grundreinigung" des Quartiers unter Beteiligung der Bewohner erfolgen. Hierfür bietet sich der alljährliche "Dreck weg Tag" der Stadt Mainz an der in diesem Jahr am Samstag, den 30.03.2019 stattfindet. Und, es gibt nichts Besseres als Kinder für das Thema zu gewinnen. Ein Kind, das ungefragt ein Papierchen aufhebt und in einen bereitstehenden Abfalleimer wirft ist als Vorbild nicht zu toppen! Auf dem Layenhof hat dies funktioniert und auch dort werden in diesem Jahr hoffentlich zusätzliche Abfalleimer installiert.

 

  • Straße

Wie bereits in meinem Post "Was braucht Finthen?" angesprochen muss der ÖPNV innerhalb von Finthen, zwischen den Quartieren verbessert werden. 5.000 Finther (das ist ein Drittel der Finther Bewohner!) müssen die Möglichkeit haben mit den Öffentlichen auch in die übrigen Quartiere zu kommen. Doch das Thema "Straße" hat auf der Römerquelle noch weitere Dimensionen. So hat sich beispielsweise die "Unsitte" eingebürgert, dass die Ladenzeile und Fußgängerzone fast schon selbstverständlich befahren wird. Dort werden PKW repariert, abgestellt oder man fährt "einfach nur" bis vor die Haustür oder zu den Treffpunkten um mithilfe der Autoradios Musik zu hören. Auch gab es wohl schon Situationen, in denen es zu beinahe Unfällen mit spielenden Kindern in der Fußgängerzone gekommen ist, da dieser Bereich dann, zu allem Überfluss, noch mit unangemessenen Geschwindigkeiten befahren wurde. Die Lösung zum Befahren der Fußgängerzone ist so einfach wie unpopulär, da es anscheinend schon zum "Gewohnheitsrecht" geworden ist diesen Bereich zu befahren. Die vorhandenen Poller an den Zuwegungen zum Bereich müssen erneuert werden und die "Öffnungsberechtigung" muss eingeschränkt werden. Die Ladenzeile sollte im hinteren Bereich ebenfalls mit Pollern ausgestattet werden, um eine Durchfahrt, zusammen mit dem Lieferverkehr zu verhindern.

 

Sicherheit, Sauberkeit und Straße sind Aufgabenstellungen auf der Römerquelle / dem Sartoriusring die lösbar sind, aber nicht ohne Aufwand und nicht ohne die Quartiersbewohner! Alle, ob Bewohner, Ordnungsbehörden, Eigentümervertreter, Entscheider der Stadt, Jugendliche und Sozialarbeiter müssen an einen Tisch. Nur so kann eine tragfähige Lösung erarbeitet werden.

 



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