Finther Ortsbeirat auf dem Layenhof

Verbesserung des ÖPNV und FNP

Am 19.11.2019 war Finther Ortsbeirat auf dem Layenhof.

Die Verbesserung des ÖPNV für den Layenhof, sowie der Flächennutzungsplan standen auf der Tagesordnung. Interessante Themen. Aber es zeigt sich, dass die Präsentationen schlecht vorbereitet waren und von noch schlechten Referenten präsentiert wurden.

Dienstag der 19.11.2019, der Saal im Gebäude 5856 auf dem Layenhof war voll. Die Tagesordnung versprach schon zu Anfang eine rege Diskussion. TOP 1 die "Verbesserung des ÖPNV" für Finthen.


Bezogen auf den Layenhof wird die grandiose Verbesserung mitgeteilt, dass die Busse nun im 30 Minuten Takt in den "Stoßzeiten" fahren. Doch Moment, war das nicht schon vorher so? Ein Blick in den aktuell gültigen Fahrplan zeigt:  6.41, 7.01, 7.21,  7.41,  8.01, 8.21, 8.41. Der neue 30 Minuten Takt ist also eine Verbesserung für den Layenhof? Ich bin jetzt kein Mathegenie, doch für mich sieht der aktuelle Fahrplan besser aus als ein 30 Minuten Takt.


Wichtig ist aber zu erwähnen, dass die direkte Busverbindung zur Waldorfschule um 7.17 ersatzlos gestrichen wurde.


Die beiden Gäste der Mainzer Mobilität waren "redlich bemüht" und man konnte ihnen im Gesicht ansehen, dass sie froh waren als der TOP endlich abgearbeitet war. Bemerkenswert war die Freude eines Ortsbeiratsmitgliedes der Grünen, er freute sich, dass er sich nun die Abfahrtzeiten an seiner Bushaltestelle besser merken konnte, da sie in "Gleichlauf" gebracht wurden. Mal Spaß beiseite, dann schreibt man sich das auf einen Zettel und steckt sich den in die Tasche, wenn das Hirn dafür keine Kapazitäten hat.


OBR und Publikum waren nun warm für TOP 2 Flächennutzungsplan (FNP) und B-Plan Layenhof. Leider, leider war der zuständige vom Stadtplanungsamt kurzfristig erkrankt (so ein Zufall) und eine Vertretung war nicht zu erreichen (noch ein Zufall). Der Ortsbeirat wollte Informationen haben und alle sind krank. So durfte sich die Prokuristin der Treuhänderin alleine abmühen den "selbstgestrickten FNP & B-Plan" vorzustellen. Sie startete mit dem Hinweis, dass die Kenntnisse im Bauplanungsrecht begrenzt seien und dies trat dann auch schnell und deutlich zutage. Dabei hätte ein schneller Blich ins BauGB ganz leicht für Erhellung sorgen können. Man muss nur die ersten 5 Paragraphen lesen und schon weiß man, dass der B-Plan aus dem FNP zu entwickeln ist. Doch selbst dies 5 Minuten Vorbereitung auf den Termin waren anscheinen zu lästig für die Information des OBR zu dem Thema.


Es wurde schnell klar, dass hier wenig Information und Entgegenkommen zu erwarten war. Widerwillig wurde zu den Fragen des OBR Stellung genommen, es wurden Aussagen und Feststellungen getroffen, die mit dem Planungsverfahren und dem warum der Abweichungen zum Masterplan, den der Oberbürgermeister seit Jahren vehement verteidigt, nicht viel zu tun hatten. Leider ist keines der OBR Mitglieder auf die Idee gekommen mal zu fragen, warum man nicht einfach die Masterplanung 1:1 umgesetzt hat und die Änderungen (die ja anscheinend zur maximalen Ausnutzung in Fläche und Geld gewollt sind) im Laufe des Verfahrens versucht hätte einzuspielen?


Kernpunkt sind die unerwünschten Baufelder auf dem "Bolzplatz" und der Wiese entlang des Wäldchens, wie auch der Abstand zwischen Wohnbebauung und Gewerbe im Westen.


Zum "Bolzplatz" ist zu erklären, dass es sich hier nicht um einen klassischen Bolzplatz handelt! Es ist vielmehr eine Multifunktionsfläche, hier wird gegrillt, zusammengesessen, auch mal gefeuert, sich gesonnt, Federball gespielt und im Winter gibt es hier Schneeballschlachten (wenn Schnee da ist). Die Fläche ist der zentrale Treffpunkt für die Bewohnerinnen und Bewohner im Freien auf dem Gelände. Eine Klage, wie sie von einigen OBR Mitgliedern als Argument für den Wegfall der Fläche angeführt wurde ist mehr als unwahrscheinlich und als "Schutzbehauptung" zu werten. Da ich nicht glaube, dass man da selbst drauf gekommen ist, stellt sich mir die Frage, ob die Treuhänderin hier im Vorfeld mal wieder Gespräche hinter verschlossenen Türen geführt hat.


Zur Klarstellung: Bolzplatz ist ein Synonym für eine multifunktionale Freizeitfläche auf dem Layenhof!


Pünktlich zu TOP 3, der Bürgerfragestunde musste die Vertreterin der Treuhänderin vom Layenhof leider gehen. Es war also nicht möglich hier weitere Antworten zu bekommen. Man merkte auch hier eine deutliche Erleichterung der Vortragenden, als sie endlich -mit hoher Geschwindigkeit- den Raum verlassen konnte.


Fazit: Beide Präsentationen, Fahrplan und FNP/ B-Plan waren schlecht. Schlecht vorbereitete Referenten paarten sich mit schlechten Themen und zeigten deutlich auf, wenn der Layenhof sich nicht selbst hilft, dann sind wir im Arsch.

 



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