Finthen erstickt am Verkehr

Und es wird immer schlimmer!

Nach einer -etwas längeren- Pause, die nicht nur Corona bedingt war, mal wieder einige Gedanken zu Finthen und Mainz aus der Rubrik „Chatzi meint“

Zum Finther Verkehr (also dem auf der Straße)


Die Pandemie hat Finthen etwas „Luft“ verschafft, keine / kaum Schülerinnen und Schüler in den Bussen, Viele wurden ins „Homeoffice“ versetzt und somit war auch schon vor den eigentlichen Sommerferien der blecherne Lindwurm deutlich kürzer als sonst. Doch das hat am Symptom für Finthen nichts geändert, die vorhandenen Straßen können den Verkehr in und um Finthen nicht mehr ordentlich beherrschen.


Ob Kurmainzstraße / Flugplatzstraße oder Waldhausenstraße, Finthen erstickt am Verkehr. Und es wird schlimmer, viel schlimmer. Layenhof, Neubaugebiet in Wackernheim, Neubaugebiet in Finthen und die stattfindende Nachverdichtung bringen immer mehr Autos nach Finthen, ohne dass sich die Verkehrswege ändern.


„Alles ist gut“, ist dann in einem Gutachten zur Verkehrsdichte auf der L 419 zu lesen, welches im Zuge der Entwicklung des Layenhofs ausgegraben wurde und um ein paar „Anpassungszahlen“ aktualisiert erscheint. Doch der geneigte Leser stellt fest, es geht ja wirklich nur um den Verkehr auf der L 419. Gezählt wurde an der Kreuzung Flugplatzstraße / Ludwig-Schwamb-Straße / Jean-Pierre-Jungels-Straße. Nach dem Gutachten hört der Verkehr dort auf. Also die Betrachtung des Gutachtens endet hier, der Verkehr selbstverständlich nicht. Der wird sich dann in Zukunft noch dichter durch Finthen drücken, für Staus, Abgase, Lärm und Ärger sorgen. Da wird auch eine ganztägige Zone 30 auf der Hauptverkehrsachse (Flugplatzstraße / Kurmainzstraße) nichts bringen. Voll ist halt voll.


Für manche Anwohner der Straße ist die Situation bereits jetzt unerträglich (siehe letzte Ortsbeiratssitzung), wie soll es dann erst werden? Und was ist mit den „Dauerparkern“ in Finthen? Also Diejenigen, die aus dem Umland mit dem Auto nach Finthen kommen, es hier abstellen und dann mit dem ÖPNV den weiteren Reiseweg bestreiten.


Was ist mit dem ÖPNV, der dann ja -bei der aktuellen Planung- auch im Stau stehen wird? Wann sollen die Kinder dann aufstehen, um pünktlich in die Schulen in Mainz zu kommen? Mein Bus, vor 40 Jahren, war die 1. Abfahrt in Mombach um 7:11, einmal umsteigen am Schillerplatz in die 10 oder 11 und dann pünktlich in der Schule an der Philippsschanze angekommen. Der Bus unserer Kinder vom Layenhof geht heute um 7:01 los und sie müssen nur bis zum Schillerplatz.


Bleiben wir bei den öffentlichen Verkehrsmitteln; wer hat sich auch schon über den Bus an der Endhaltestelle der Straßenbahn (Florian-Geyer-Str.) aufgeregt? Aktuell wurde er in die Seitenstraße verbannt, doch wenn die Bahn wieder fährt, dann wird auch er wieder als „natürliches Verkehrshindernis“ auf seinen Platz zurückkehren. Im Übrigen ist sein Platz in der „kleinen Gasse“ auch nicht ideal.


Anbindung Layenhof und Römerquelle in den Randzeiten „KATASTROPHE“. Ich dachte eigentlich mit dem Bürgerbus (in Meenz wird der MainzRIDER genannt) kommt jetzt genau das, was wir brauchen. Wer ein ÖPNV Ticket hat kann hier für einen Euro fahren. Doch ich werde das Gefühl nicht los, dass man das eigentlich gar nicht wirklich etablieren will. Wir werden sehen, wie es ab September läuft.


Wenn das zuverlässig klappt, dann trifft man sich bestimmt häufiger mal in der Markthalle, beim Adler, Stein´s Traube, Atrium, im Turnerheim, Babbelnit, Il Mondo oder „Beim Kolter“ auf ein Getränk und kommt dann problemlos wieder nach Hause.

 



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