Aus dem Finther Ortsbeirat vom 12.02.2019

Ein Über- und Einblick in die Sitzung

Unglaublich: 23 Tagesordnungspunkte, davon allein 20 öffentlich. Volles Programm! Und die Ortsbeiräte waren, trotz - oder gerade wegen? - Wahlkampfs voll bei der Sache und zeigten, was Ihnen wichtig ist: Ihr/unser Finthen!

Wie immer erregten die einzelnen Punkt mal mehr, mal weniger die Gemüter. Meine Highlights und persönlichen Anmerkungen finden Sie im nachfolgenden Bericht.

"SOWAS KIMMT VUN SOWAS!"

 

Die Tagesordnung umfasste 23 Punkte, davon waren 20! im öffentlichen Teil also "ganz schön viel zu babbele". Der Zuschauerraum war gut gefüllt und alle Teile von Finthen waren vertreten. Man hatte fast den Eindruck alle sind gekommen, um unsern Herbbert nochmal in Aktion zu erleben. Gekonnt und in der gewohnten Gelassenheit führte er durch die Sitzung die gleich mit einem "Knaller" startete. Die Polizei war da. Sie berichtete, dass Finthen ein sicheres Pflaster ist. Ja die Situation an der Römerquelle/Sertoriusring sei bekannt und die erforderlichen Maßnahmen seien ergriffen worden. Angst dürfte nicht geduldet werden. Bürgerinnen und Bürger sollten sich an die Polizei wenden, wenn sie sich unsicher sind. Auch die neue Sicherheitsberaterin für Seniorinnen und Senioren hat sich vorgestellt und in manchem Gesicht konnte man sehen, wie gerne der Ein oder Andere schon "Senior" wäre.

 

Umgehungsstraßen um Finthen, Autobahnanschluss, Reinigung der Abwasserkanäle an der Bezirkssportanlage, Befahren vom Wertstoffhof, VDSL Ausbau "An den Lehmgruben", Wildbachtalbrücke, Gelbe Säcke, Nutzungskonzept des Schulgeländes in der Lambertstraße, Parkplatz Römerquelle, Schwerverkehr im Wohngebiet auf dem Layenhof und die Wiederbepflanzung des Parkplatzes an der Bezirkssportanlage waren Themen der Sitzung die teils kontrovers diskutiert wurden.

 

Eines war jedoch allen Ortsbeiräten anzumerken, es ging ihnen, selbst jetzt im Wahlkampf, um Finthen und die Sache. So wurden die zu fassenden Anträge alle einstimmig gefasst. Das ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass ihnen Finthen -wie mir- am Herzen liegt.
Die dann folgende Einwohnerfragestunde war ebenfalls sehr bewegt. Die "typischen Finther Ecken" mit den Problemen Müll, Verkehr, Nachtruhe etc. waren dabei, aber auch neues wie beispielsweise die Ergebnisse des Bürgerforum Mainz-Finthen "Mein Stadtteil. Meine Ideen". Einer der sich wirklich die Zeit genommen hat an dem Forum teilzunehmen und auch gute Ideen eingebracht hat fasste die Reaktion der Stadt "kurz" zusammen: Geht nit, klappt nit, zu teuer! (Aua!) Da müssen wir noch dran arbeiten!

 

Dann kam mein persönliches Highlight der Sitzung, die Sachstandsberichte unter TOP 18!

 

Müllentsorgung, Bücherschrank, Kleinfeldspiel und der allseits gewünschte Fuß- und Radweg von der Römerquelle über das Schloss nach Gunsenum. Ergebnis dazu: "Wesche Nadurschutz nit möschlisch!"

 

Aber es geht noch weiter und besser! Nächster Punkt Witterungsschutz an der Haltestelle Römerquelle. Natürlich abgelehnt! Angeblich zu wenig Fahrgäste und zu wenig Geld! Ich will ja nicht unken, doch bei uns auf dem Layenhof gibt es an der Haltestelle einen Witterungsschutz und da wohnen weniger Menschen! Lasst Euch jetzt nicht einfallen das Ding bei uns abzubauen! Aber das zeigt doch deutlich, "Wenn mer wollt kennt mä!"

 

Und nun, zum Schluss, mein persönlicher Favorit! Anbindung der Ortsteile Römerquelle und Layenhof an den Ortskern zusammen mit der Verbesserung des ÖPNV (18.6 und 18.7) "Grünkohl Katrin" unterschreibt da wirklich und ernsthaft, der Layenhof und die Römerquelle seien top angebunden! 1 Bus (EINER) pro Stunde vom Layenhof in den Ferien und am Wochenende und werktags von 9 – 12 und 20 – 1 Uhr findet unsere "Joschka-Jüngerin" top angebunden!

 

Vor 35 Jahren ist die Linie 1 in Mumbach öfter in de Stund zum Friedhof gefahren als jetzt uff und vum Layenhof! Wenn ich möchte, dass der ÖPNV mehr genutzt und akzeptiert wird, dann muss ich ihn auch so attraktiv machen, dass die Menschen ihn auch nutzen wollen! Das Argument Kohle ist hier keines, der ÖPNV wirft nie Geld ab. Und wenn ich ihn immer noch teurer mache indem ich beispielsweise so viele Haltestellen dazu baue, dass es "Bussfahrkärtsche" von der Römerquell nach Finthe "Downtown" fast soviel kost wie nach Meenz, dann brauche ich mich nicht wunnern! Andere Städte denken darüber nach oder sind schon in Pilotprojekten, den ÖPNV kostenlos zu machen und was macht unser goldisch Meenz? Argumente suchen warum was nicht klappt!

 

Zum Schluss noch was Schönes: Herzlichen Glückwunsch an die Vorsitzende der Finther SPD, Steffi de Vries, die an ihrem Geburtstag im Ortsbeirat saß und dazu beigetragen hat Finthen schöner zu machen!

 



Zurück